Zum Inhalt springen

EXHIBITION: Alpine Space. The Future / Stadtmuseum Bruneck

Ausstellung und Symposium


Beteiligte: Architekturfakultät LFU Innsbruck, Architekturstiftung Südtirol und Stadtmuseum Bruneck.

Ort: Stadtmuseum und Ragenhaus Bruneck

Zeit: vom 30.10. bis zum 05.12.2021

Der Alpenraum war immer schon ein »Labor der Moderne“. Heute kehren die globalisierten europäischen Konzepte von Natur an ihren Ausgangspunkt zurück, zu den Alpen als Labor in situ für den globalen Klimawandel. Es kommt zur paradoxen Situation der Gleichzeitigkeit von Unvereinbarem, die Gegenwart trifft auf die Erdgeschichte und die Architektur auf unerwartet große Maßstäbe. Wir leben in einer Zeit der Krisen, die vom Kollaps der Idee der Zukunft geprägt ist. Gerade das architektonische Projekt steht für ein „Projekt der Zukunft“, deshalb sind Architekt*innen gefordert. Das Symposium eröffnet ungewohnte Vorstellungsräume für Vergangenheit, Gegenwart und eine mögliche Zukunft. Eine große Aufgabe für die bevorstehende Debatte ist, wie die Dimension der Zukunft wieder in der Architektur belebt werden kann. Welche Rolle spielt die Architektur als Vermittlerin zwischen der Vergangenheit und der Zukunft? Wie soll und kann zeitgenössische Architektur auf die großen Herausforderungen unserer Zeit reagieren?


I Ausstellung: «Archivierte Zukunft».

Im Stadtmuseum Bruneck (vom 30.10.- 05.12.2021)

Lange Zeit war der Umgang mit Landschaft von sehr statischen Bildern geprägt. Heute arbeiten Architekt*innen in unterschiedlichen Maßstäben, auf dynamischen Feldern, mit verschiedenen Medien und interdisziplinär. Sie entwickeln ihren Entwurf aus der Begegnung mit Orten, die immer anders ausfällt. Die Ausstellung gruppiert Arbeiten, die an der Architekturfakultät der LFU Innsbruck entstanden sind, mit Arbeiten von Architekt*innen aus Südtirol wie archäologische Fundstücke um ein gemeinsames Thema. Sie erklärt aber nicht einfach, sondern konfrontiert mit dem Ungewohnten. Was passiert, wenn verschiedene Generationen von Architekt*innen aufeinandertreffen? Wie kommuniziert man die Auswirkungen unserer Interventionen auf den alpinen Raum? Eignen sich die Mittel der Architekt*innen überhaupt dafür?


II Installation „The Alpine Machine“

Ausgehend von Rem Koolhaas‘ Aussage, wonach der ländliche Raum die neue „Frontlinie der Transformation“ sei, widmen wir uns dem emblematischen Raum der Infrastrukturen. Die raumgreifende Installation mit dem Titel „The Alpine Machine“ zeigt, in welchem Ausmaß die Alpen in eine operative Landschaft verwandelt wurden. Sie vermittelt den Besucher*innen einen Einblick in das „infrastrukturelle Betriebssystem“ des alpinen Raumes. In welchem Verhältnis stehen Architektur, Infrastruktur und Landschaft heute? Sollten Architekt*innen in Zukunft noch Gebäude entwerfen oder Infrastrukturen?

Studierende des Seminars Feldforschung, Gestaltung 1, Alexander Gogl und Florian Hartmann.


III Symposium mit Round Table

Im Ragenhaus in Bruneck (am 20.11.2021)

Das Symposium führt Expert*innen, Architekt*innen und Künstler*innen zusammen, um über die Veränderung des Alpenraums durch Klimawandel, Urbanisierung, Energiewende und Industrialisierung zu diskutieren und Entwicklungen und Transformationen dieses Raums zu hinterfragen. In einer thematisch breit angelegten Diskussion soll über Gegenwart und Zukunft dieses sensiblen Raumes gesprochen werden, wobei es sowohl um Aspekte der Forschung geht als auch um jene der Kunst und der Praxis. Im Fokus unserer Auseinandersetzung steht die Frage, welche Rolle die raumgestaltenden bzw. raumplanenden Disziplinen (Architektur, Landschaftsarchitektur, Regionalplanung) übernehmen können. An die Kurzvorträge der geladenen Gäste schließt eine Podiumsdiskussion an.

Ana Jeinić (Graz), Daniela Mitterberger (Wien, ETH Zürich), Andreas Fogarasi (Wien)
Thomas Kissling (ETH Zürich), Peter Volgger (LFU Innsbruck), Ulla Hell (Plasma Studio)