HEUSTADEL-MUSEUM_Readymade & CultLand (II)
Ausgehend von den Heustadeln des Gschnitztals untersucht das Projekt Kulturlandschaft als dynamisches Geflecht aus Menschen, Tieren, Pflanzen, Infrastruktur und ökologischen Prozessen. Historische Landvermessungen bilden die Ausgangssituation. Inspiriert von "Terra Forma" werden diese Karten nicht als Dokumente vergangener Zustände gelesen, sondern als Spuren komplexer Beziehungen und Transformationen. Mittels "spekulativer Kartografie" werden die Stoff-, Energie- und Bewegungsströme der Landschaft sichtbar gemacht und in zukünftige Szenarien übersetzt. Die Heustadel erscheinen dabei nicht als Relikte, sondern als räumliche Knotenpunkte eines dezentralen "Living Museum". Als Klimastadel, Commons-Stadel oder Hybrid-Stadel verbinden sie kulturelles Erbe mit neuen ökologischen und gesellschaftlichen Nutzungen. Das Projekt versteht Architektur als Praxis der Vernetzung und Transformation: Die Karte wird zum Entwurfsinstrument, das Museum zur "begehbaren Karte" und die Kulturlandschaft zu einem lebendigen, fortlaufend produzierten Raum.
29.06.2026