Building Future
Vielen Dank den Kindern der Montessori-Klasse der Grundschule "Josef Bachlechner" in Bruneck für den wunderbaren Tag. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben gemeinsam sehr schöne Oktopusse gebastelt!
20.01.2026
Vielen Dank den Kindern der Montessori-Klasse der Grundschule "Josef Bachlechner" in Bruneck für den wunderbaren Tag. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben gemeinsam sehr schöne Oktopusse gebastelt!
20.01.2026
Es gibt unterschiedliche politische, kulturelle und geopolitische Argumente dafür, dass Europa eine „Neu-Erfindung“ braucht – also eine grundlegende Erneuerung seiner politischen Vision, seiner Funktionsweise und seiner kulturellen Selbstbeschreibung. Tatsächlich wird Sizilien in manchen Analysen als ein möglicher Ausgangspunkt oder symbolischer Fokuspunkt dafür gesehen, Europa nicht von seinem Zentrum, sondern von der Peripherie her neu zu betrachten. Die Peripherie ist ein Seismograph: Migration ist dort Alltag, nicht lediglich Debatte. Energie ist ein Standorvorteil, nicht lediglich Modell. Der Klimawandel ist Realität, nicht einfach Prognose und die Außenpolitik Europas ist gelebte Nachbarschaft, nicht Strategiepapier. Wer Europa »neu erfinden« will, muss das dort tun, wo die Bruchlinien verlaufen. Eine neue Vision braucht Selbstvertrauen, kulturelle Energie und neue Narrative. Lösungsansätze, die dort funktionieren, könnten Modellcharakter für ganz Europa haben. Die Student:innen haben im WS 2025/26 mit ihren Entwürfen überzeugende Ansätze dafür gefunden.
09.01.2026
Sechzig Jahre nach Reyner Banham’s Vorstellung der Environmental Bubble wird das Konzept zum analytischen Prisma für die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch, Umwelt und Technik. Das Seminar untersucht Banhams utopische Vision eines technologisch erzeugten Mikroklimas – einer tragbaren, immateriellen Architektur – im Spannungsfeld globaler ökologischer Krisen, digitaler Vernetzung und posthumaner Lebensmodelle. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Architektur jenseits physischer Form gedacht werden kann, welche politischen und energetischen Kosten Komfortzonen erzeugen und inwieweit sich Banhams radikale Verlagerung des Architektonischen auf Infrastruktur, Regelkreise und Atmosphären heute neu interpretieren lässt (Spekulatives Design, New Materialism, Post-Ökologie). Die Environmental Bubble dient dabei zugleich als Denkfigur, Kritikwerkzeug und spekulatives Szenario, um die Verschiebungen zwischen Autonomie und Abhängigkeit, Kontrolle und Verletzbarkeit sowie Körper, Umwelt und technischem Medienverbund sichtbar zu machen. Das Ziel ist der gemeinsame Entwurf einer Environment Bubble für die Gegenwart, der umgesetzt werden soll für eine Ausstellung im Herbst 2026.
08.01.2026
In ihrem Buch »Atlas of AI« zeigt Kate Crawford, wo und wie die KI auf dieser Welt gebaut wird. Die KI ist aber weit mehr als nur eine »materialisierte Globalität«, wie Crawford behauptet. Sie ist eine »surreale Geografie«, ein algorithmisch erzeugtes Traumfeld planetarischer Dimension, das Wahrnehmung, Psychopolitik und Materialität untrennbar verschränkt. Die Welt selbst ist zur Maschine geworden, die träumt - in Daten. Sie ist eine Surrealität fremdartiger Logik, die wir materiell produzieren. Aus dem »Traumraum« der Surrealisten ist eine digitale »Traum-Architektur« geworden, in der Algorithmen Wünsche antizipieren und Begehren berechnen. Die berühmte »Weltkarte« und die »Psychogeografie« der Surrealisten sind die Grundlagen dafür, um diese neue Realität zu begreifen und ihre globalen Kräfte mit Subjektivität zu verknüpfen. So entsteht eine Art »Proto-Archäologie« der algorithmischen Macht, für die der Autor Beispiele findet: In »Asunder« von Tega Brain, Julian Oliver und Bengt Sjölén schlüpft die KI in die Rolle eines fiktiven Umweltmanagers, der die Welt radikal umbaut. Das spekulative »Ecosystem of Excess« von Pinar Yoldaş spiegelt das Chaos des Anthropzäns wider und die surrealen Alternativwelten der »Objets-Monde« von Sabrina Ratté vollziehen das »dérive« der Surrealisten. Mika Rottenberg schließlich verfremdet mit ihrer »Antimatter Factory« Raum, Produktion, Materialität und Logik zu einer »Geografie des Unmöglichen», in der alles irgendwie unlogisch und surreal erscheint.
22.12.2025
Ausstellung, Konzert, Performance, Vortrag und Workshop im ECK Museum of Art in Bruneck,
Dez. 2024 - Jänner 2025
06.12.2025
Vielen Dank allen, die zum Gelingen beim Transport und Aufbau des Oktopus und der Ausstellung mitgeholfen haben: Matthias, Lukas, Tobias, Pascal, Sebastian, Leopold, Martin, Larissa, Eda und Angelika
Hat alles sehr gut funktioniert, war eine super Aktion!! Zur Ausstellung sind natürlich alle herzlich eingeladen (bis Ende Jänner 2026)
02.12.2025
Exkursion / Arbeitsbereich Architekturtheorie
SS 2026, Begleitung Peter Volgger
Vorbesprechung am 11.11.2025 um 16 Uhr, Foyer Baugeschichte
30.10.2025
Wie macht man aus den rund 350 weit verstreuten Heustadeln im Gschnitztal, die ein Relikt der Vergangenheit sind, ein neuartiges Museum? Eine Möglichkeit ist die Assemblage, auf die man in der Architektur häufig setzt, wenn es darum geht, etwas in der Zukunft fortzusetzen, ohne seine Identität zu verlieren. Mit ihr verbunden sind die Metaphern von Mosaik, Patchwork, Heterogenität, Fluidität und temporärer Konfiguration. Die Assemblage ist für unsere Zeit relevant, weil sie die vielfältigen Mixturen kultureller, technischer und sozialer Praktiken in den Fokus rückt, das Recycling des Bestandes und einen alternativen Begriff von Landschaft. Sie dechiffiert das Territorium und codiert es neu. Das ist wichtig, weil wir neue räumliche Bezüge brauchen und weil wir Narrative herstellen müssen, um unsere Welt weiter zu erzählen, zu verändern und zu gestalten. Ein Museum muss das können und nicht nur das Vorhandene abbilden. Im Falle der Heustadel ist das Vorhandene so unscheinbar, dass es von vielen gar nicht wahrgenommen wird. Einige Stadel sind neu, viele verfallen, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Man kann aus ihnen Seismographen machen, in denen sich die Transformation der alpinen Landschaft spiegelt, aber auch Bausteine für die Zukunft. Weil die Heustadel leicht abgebaut und versetzt werden können, ermöglichen sie immer neue Konfigurationen. Das führt zum offenen und dynamischen Prozess der De- und Reterritorialisierung, der für ein Museum unüblich ist, weil es auf diese Weise das Territorium des »Hauses« verlässt und sich in steile Höhen vorwagt. Dann entsteht etwas in einem Raum, in dem man kein Museum erwarten würde. Schon gar keines, das neu ist, obwohl es gar nicht neu sein möchte ...
03.10.2025
Since its beginnings, the history of AI has been accompanied by two rival paradigms: cybernetics and Gestalt theory, which continue to dominate the discourse of machine learning until today. The author first reconstructs these two perspectives on AI, but does not choose one over the other. Instead, he asks whether the two poles of the debate still do justice to the real possibilities of AI. Perhaps AI hallucinations provide the decisive impetus for thinking about the relationship between machines and human perception. The analogy between what the "hallucinating machines" do and what the Surrealists did opens up a new perspective on AI. In moments of rational breakdown, the Surrealists discover paths of unexpected creativity. Hallucinations, errors, and confusion enabled them to transcend logic and convention...
DOI: 10.13140/RG.2.2.24724.36486
17.09.2025