Nicola Lachmair
Immaterialisierung des Raumes
Das Projekt von Nicola Lachmair beschreibt einen Raum, der als sensibler Organismus agiert, menschliche Handlungen erkennt, sie speichert und darauf reagieren kann. Die netzartige Struktur speichert Wärme, gewinnt Wasser aus Luftfeuchtigkeit und fördert durch erhöhte Feuchtigkeit das Pflanzenwachstum - ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch, Raum und Natur. Jede Bewegung oder Geste beeinflusst das gesamte System, wodurch der Raum ein eigenes, lebendiges „Bewusstsein" uns ein körperliches „Sensorium" entwickelt. Dieser Raum ist nicht statisch, sondern verändert sich kontinuierlich durch das Verhalten seiner Bewohner. Raum und Bewegung sind in einem interaktiven Spiel aufeinander bezogen. Der Körper wird zum aktiven Gestalter, seine Anwesenheit formt Licht, Farbe und Struktur. Inspiriert von Yves Kleins Idee der lmmaterialität wird Wohnen hier nicht als Besitz, sondern als gemeinsames, sinnlich erfahrbares Ereignis verstanden. Der Raum ist ein soziales Resonanzfeld, in dem Menschen über feine Impulse miteinander in Verbindung treten. Bewegung und Begegnung entstehen zufällig und erzeugen neue soziale Dynamiken.