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Research

Dissertation (Forschungsprojekt Prov. Bozen): Vu' cumprà - Die Bewohner der transurbanen Archipele

Kleine ethnische Gruppen können als strategische Forschungsobjekte dazu beitragen, komplexe globale Prozesse und deren lokalen Effekte sichtbar zu machen. Im reduzierten Setting von Bozen entsteht die Momentanaufnahme einer globalisierten Kultur und die Einsicht in Mechanismen der „randlosen Stadt“. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, welche Strukturen die Operationsfelder der global wuchernden Verstrickungen von Menschen und Dingen an konkreten Orten her-vorbringen, wie sich globale Prozesse den Weg ins Lokale suchen und welche Formen der Kollektivität und transurbanen Kohäsion daraus entstehen. Die Senegalesen errichten seit ihrer Ankunft in den frühen 90er Jahren in Bozen ein „afrika-nisches Dorf“, das sich als automomer Layer im Bestand entwickelt. Die Ökonomie der Migration produziert auch bei uns eine Vielzahl kleinster Nischen für kulturelle Verhandlungen und damit eine Plattform für experimentelle Urbanität, die sich intuitiv mit Veränderungen arrangiert und zu einer Parallelexistenz von Nutzungsansprüchen und kulturellen Praktiken führt.
11.01.2011

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