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Europäisch & grün: Das Neue Bauhaus

Einfach, funktional und für alle zugänglich: So einleuchtend diese Design-Prinzipien heute klingen, so revolutionär waren sie zu Beginn des Bauhausstils. Nun sei es an der Zeit für ein "Neues Europäisches Bauhaus", meint die EU-Kommission. Erneut sollen die Grenzen zwischen den Disziplinen eingerissen werden; dieses Mal, um Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusion sollen dafür leitend sein. Recyclebare Bauelemente aus Stampflehm, eine schwimmende Universität am Regenwassersammelbecken eines ehemaligen Flugfeldes oder ein Gemeinschaftsgarten mitten in der Altstadt: Das Neue Bauhaus will Klimaschutz erfahrbar machen und in den Alltag der Menschen bringen. Und es will, ebenso wie das historische Vorbild, Erneuerung und Aufbruch anregen. Doch verbirgt sich dahinter tatsächlich ein neuer Lebensstil - oder nur ein neues Label? (Text Nagiller)
12.10.2023

Beweise für die Sichtbarkeit - Die Fotokunst von Thomas Ruff

Thomas Ruff ist einer der international bedeutendsten Künstler seiner Generation. Nicht das einzelne Foto, das zum Kunstwerk stilisiert wird, interessiert ihn, sein Operationsraum ist die Serie, mit der er die unterschiedlischten Genres und Spielarten der Fotografien erkundet und an ihre Grenzen führt. Der Künstler schafft damit kein Abbild der Welt, er reflektiert ästhetisch und wissenschaftlich das Medium der Fotografie und lotet aus, in welchem Kontext es wie funktioniert. Seit etwa zwei Jahrzehnten nimmt er kaum noch selbst eine Kamera zur Hand. Stattdessen verwendet er für seine häufig großformatigen Bilder fotografisches Material, das er in Archiven oder im Internet findet. Im Fall der »nudes« gibt er dem pornografischen Material aus dem Internet mit Weichzeichnern eine malerische Qualität. Die gleiche künstlerische Strategie wendet er auf den Barcellona Pavillon von Mies van der Rohe an, einer Ikone der Moderne. Er stellt damit dem Paradigma der Transparenz die Ungenauigkeit der Fantasien, Projektionen, Träume und Sehnsüchte gegenüber ...
20.06.2023

Panorama & Panoptikum - Die Fotokunst von Jules Spinatsch

Der öffentliche Raum gilt als Gradmesser für den Zustand der Demokratie. Das zusammengesetzte "Panoramabild" des Schweizer Fotografen Jules Spinatsch wirft die Frage nach seiner Repräsentierbarkeit auf. Die neuen Medien ermöglichen Kommunikation ohne Beziehung oder Vermittlung, eine politische Logik, die losgelöst ist von Bestätigung, einer Ökonomie, von Territorialität und von Beziehungen. Die Krise der Demokratie ist eine Krise der Medien. Spinatsch kriecht nicht nur in die Black Box seiner Kamera, sondern auch in das digitale Panoptikum. Er durchkreuzt die herrschenden Blickregime, "überwacht die Überwacher" und macht damit deutlich, dass Politik auch im Zeitalter der Digitalisierung noch an identifizierbaren Orten stattfindet.
13.12.2022

Nebelräume

Das Haus der Kunst in München zeigte vom 8.4. – 31.7.22 die Ausstellung „Nebel Leben“, eine Retrospektive der japanischen Künstlerin und Bildhauerin Fujiko Nakaya. Als Pionierin der Videokunst war sie Mitbegründerin des Künstler*innen-Kollektivs „Video Hiroba“, 1980 eröffnete sie Japans erste Videogalerie. Fujiko Nakaya gehört zu den frühen Künstler*innen, die mit Nebel arbeiten: Mit ihrer „Fog Sculpture“ hüllte sie 1970 auf der Weltausstellung in Osaka den Pepsi-Pavillon ein. Seitdem arbeitet sie mit Luft und Wasser und schafft auf diese Weise „Nebel-Skulpturen“, die die Besucher*Innen erleben können.
02.09.2022

hortus mundi

Die Gespräche im Video kreisen um das Thema Garten, Landschaft und Nachhaltigkeit. In Zeiten von Corona, Klimawandel und industrieller Landwirtschaft ist die Wunderwelt des Gartens ein positives Sinnbild für den behutsamen Umgang mit dem Leben und für viele ein Schritt „Zurück in die Zukunft“. Dass während der Corona-Zeit mehr Saatgut verkauft wird, erklären die Psychologen damit, dass in einer als bedrohlich empfundenen Lage Menschen Sorge um etwas entwickeln, mit dem sie die Lebenswelt teilen. Das Reich der farbenfrohen Formwandler bietet nicht einfach eine Welt im Taschenformat, sondern sie steht für das Ganze. Heute ist die Grenze des Gartens nämlich nicht mehr der Zaun, sondern die verletzliche Biosphäre. Ihr Gärtner ist die ganze Menschheit.
21.05.2022

Alpine Space. The Future

Das Symposium führt Expert*innen, Architekt*innen und Künstler*innen zusammen, um über den alpinen Raum zu sprechen, seine Transformation und die Herausforderungen, die sich daraus für die raumgestaltenden Disziplinen ergeben. Klimawandel, Verlust von Biodiversität, überbordender Tourismus und die an ihre Grenzen gelangende Mobilität machen die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels spürbar. Die vom Menschen verursachten Veränderungen stellen die tradierten Vorstellungen der Alpen ständig in Frage. Sie bieten aber auch eine Möglichkeit, die Bilder in unseren Köpfen und unsere Weltanschauungen zu hinterfragen, auf denen diese Veränderungen beruhen, um alternative Vorstellungen der Zukunft des alpinen Lebensraums zu entwickeln.
20.11.2021

Europas »Green Deal« – Eine verhängnisvolle Affäre?

Ursula von der Leyen setzt sich seit ihrem Amtsantritt als Präsidentin der EU-Kommission für eine Reforminitiative ein, um aus den vielen Krisen der Europäischen Union zu führen. Für das Überleben des Plan¬eten Erde gibt es genauso keine Alternative zum grünen Wandel, wie für das politische Projekt Europas den Prozess der Einigung. Deshalb lancierte die EU-Kommission die Idee eines „Europäischen Bauhauses“, eines ökonomischen und zugleich wirtschaftlichen Projekts, mit dem der europäische „Green Deal“ beispielhaft eingeleitet und Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent werden soll. Doch damit nicht genug: »Der Green Deal muss auch ein neues kulturelles Projekt für Europa sein!«, fordert von der Leyen.
28.06.2021

Über Bock und Stein

Das Team von Gestaltung 1 hat wieder Bock auf einen Ausflug. Diesmal führt uns die Reise ins Pitztal, wo 2020 das „Tiroler Steinbockzentrum“ - eigentlich müsste es heißen: „Steingeißzentrum“ - eröffnet wurde. Das neue Steinbockzentrum ist ein Ort, wo sich Kultur und Natur, Tourismus und Nachhaltigkeit begegnen. Die Architektin Daniela Kröss führt uns ein in das architektonische Konzept, das sie zusammen mit ihrem Partner Rainer Köberl erarbeitet hat. Das von beiden so genannte „Haus am Schrofen“ ist Eintrittstor in die „ausgezeichnete Landschaft“ des Naturparks und nimmt eine wichtige Position in der Debatte über alternative Tourismuskonzepte ein. Auf unserer Expedition zum „König der Alpen“ führt uns Ernst Partl, der Geschäftsführer des „Naturparks Kaunergrat“, in die Philosophie des Naturparks ein.
04.05.2021

Zuhause bei James Bond

Gestaltung1 begibt sich diesmal auf eine rasante Verfolgungsjagd. Am Gipfel des Gaislachkogls in Sölden, auf über 3000 Metern Höhe, thronen die Installation „007-Elements“, ein Filmmuseum, und das „Ice-Q“, ein Gourmet-Bergrestaurant, das im Hollywood-Blockbuster „Spectre“ (2015) als futuristische Klinik fungiert. Zum Date mit dem Agenten Ihrer Majestät sind geladen: Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol-Werbung, Jakob Falkner, Touristik-Pionier und Visionär aus Sölden, Angelika Pagitz von „Cine Tirol“, und der Architekt Johann Obermoser.
13.04.2021

An der Ruine bauen

Die Burgruine Heinfels in Osttirol wurde saniert und soll im Rahmen eines PPP-Projekts einer hybriden Nutzung zugeführt werden. Die Ruine liefert einen Denkanstoß für die Auseinandersetzung mit dem architektonischen Erbe und liefert ein Modell für das zeitgemäße Bauen. Heinfels kann sich nicht nur als richtungsweisend für unseren Umgang mit dem kulturellen Erbe erweisen, sondern auch die Vorwegnahme dessen sein, wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte.
28.01.2021

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